Beschreibung
Für den Amarone della Valpolicella DOCG 2018 wählt Nicola Perusi von Cantina Mizzon in San Pietro in Cariano die gesündesten und reifsten Trauben der Lese aus, die dann auf Arele – traditionellen Holz-Bambus-Gestellen – für das Appassimento gelagert werden. Nach der Trocknung folgt eine sanfte Pressung, das zuckerreiche Most vergärt mit den Beerenschalen über rund 45 Tage, was dem Wein seine außergewöhnliche Dichte mitgibt. Das Uvaggio besteht aus Corvina 55 Prozent, Corvinone 20 Prozent, Rondinella 20 Prozent und Molinara 5 Prozent. Im Glas zeigt sich ein intensives, tiefes Rubinrot mit Granattönen. In der Nase öffnet sich der 2018er mit Marmelade von reifen roten Früchten, schwarzem Pfeffer und einem markanten Hauch getrockneten Eukalyptus.
Am Gaumen kommt der Amarone voll und körperreich an. Die Tannine sind kräftig, aber mit dem Ausbau von rund 48 Monaten in Eichenfässern gut integriert; Frucht und Struktur halten sich die Waage, der Abgang ist lang und anhaltend würzig. Du servierst ihn bei circa 16 Grad – zu geschmortem Rindfleisch, Wildbraten, Brasato al Barolo oder einem kräftigen Ossobuco. Auch zu gereiftem Hartkäse wie Grana Padano vecchio trägt er sich souverän. Mit 15,5 Volumenprozent ist er ein Wein für bewusste Anlässe, kein Beiläufiger. Trinkreif jetzt und über die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre: ein Amarone, der das Handwerk des Appassimento ernst nimmt und die Arbeit im Keller sichtbar macht.



